In eigener Sache: Warum wir Menschen zusammenbringen


Warum wir Menschen zusammenbringen

Wir leben in einer Zeit, in der es noch nie so einfach war, miteinander in Kontakt zu treten – und gleichzeitig vielleicht noch nie so einfach, aneinander vorbeizuleben.

Wir schreiben Nachrichten, folgen uns auf LinkedIn, arbeiten über Ländergrenzen hinweg und kommunizieren zunehmend digital und asynchron.

Was dadurch aber nicht automatisch entsteht, ist Verbindung.

Echte Verbindung entsteht dort, wo Menschen miteinander ins Gespräch kommen. Wo aus einem Kontakt ein Austausch wird, aus einem Austausch eine Idee – und manchmal aus einer Begegnung eine berufliche Chance, eine Freundschaft oder ein neuer Impuls.

Genau diese Überzeugung begleitet mich seit dem ersten Tag unserer Alumni-Initiative.

Mehr als eine Adressliste

Als wir 2002 damit begonnen haben, ehemalige Studierende miteinander zu verbinden, ging es nie nur darum, möglichst viele Namen in einer Datenbank zu sammeln.

Die entscheidende Frage war immer:

Wie schaffen wir Gelegenheiten, bei denen Menschen voneinander erfahren und miteinander in Verbindung kommen?

Denn ein Netzwerk besitzt zunächst nur theoretisches Potenzial.

Erst durch Begegnung, Austausch und gegenseitige Unterstützung wird daraus ein echtes Netzwerk.

Der IBAA e.V. bildet dafür den organisatorischen Rahmen. Als Alumni-Club der HFU Business School betreiben wir das HFU Business Network – mit dem Ziel, Campus, Alumni, Wirtschaft, Wissenschaft und Praxis miteinander zu vernetzen.

Ein Netzwerk mit gemeinsamen Wurzeln

Natürlich ist der IBAA nicht das einzige Netzwerk im Leben eines Menschen.

Wir alle bewegen uns in vielen unterschiedlichen Netzwerken: Familie, Freunde, Arbeitgeber, Vereine, Branchenverbände, berufliche Kontakte oder digitale Communities.

Der IBAA hat aber eine Besonderheit.

Es ist ein Netzwerk, dem man – bildlich gesprochen – beinahe durch Geburt angehört.

Diese „Geburt“ ist unser gemeinsames Studium in Schwenningen.

Unterschiedliche Jahrgänge, unterschiedliche Lebenswege, unterschiedliche Länder – aber ein gemeinsamer Ursprung an der heutigen HFU Business School.

Und genau dieser gemeinsame Ursprung schafft einen wertvollen ersten Nenner.

Irgendwo auf der Welt gibt es Menschen, die dieselben Gebäude kennen, ähnliche Prüfungen erlebt haben und deren beruflicher Weg am gleichen Ort begonnen hat.

Das macht uns nicht automatisch zu Freunden.

Aber es macht ein erstes Gespräch sehr viel leichter.

Netzwerken bedeutet für mich: Menschen zusammenbringen

Der Begriff „Networking“ wird manchmal auf Visitenkarten, LinkedIn-Kontakte oder geschäftlichen Nutzen reduziert.

Mein Verständnis davon ist ein anderes.

Ein gutes Netzwerk beginnt für mich häufig mit der Frage:

„Wen kann ich miteinander verbinden?“

Vielleicht hat jemand eine Herausforderung bereits gelöst, vor der ein anderer gerade steht.

Vielleicht sucht jemand einen neuen Mitarbeiter, einen Sparringspartner, einen Mentor oder einfach eine neue Perspektive.

Sehr oft sind Wissen, Erfahrungen und Möglichkeiten bereits innerhalb eines Netzwerks vorhanden.

Man muss nur dafür sorgen, dass die richtigen Menschen voneinander erfahren.

Aus Vernetzung entsteht auch konkrete Förderung

Dass ein Alumni-Netzwerk mehr sein kann als Begegnung, zeigt für mich besonders unser Stipendienprogramm.

Seit 2013 fördern wir leistungsstarke Studierende der HFU Business School mit eigenen Stipendien. Gerade wurden die Stipendien Nummer 25 und 26 vergeben.

Für mich ist das eines der stärksten Projekte des IBAA: Ehemalige unterstützen damit ganz konkret die nächste Generation von Studierenden.

Alle bisherigen Stipendiatinnen und Stipendiaten ansehen

Und diese Förderung ist Teil einer größeren Entwicklung:

Seit Gründung unserer Initiative im Jahr 2002 haben wir mehr als 120.000 Euro an Studierende und Projekte der Fakultät ausgeschüttet.

Darauf sind wir stolz.

Denn ein gutes Netzwerk sollte nicht nur Kontakte schaffen, sondern auch etwas zurückgeben.

Immer neue gemeinsame Nenner

Mit dieser Idee haben wir über die Jahre verschiedene Formen der Vernetzung aufgebaut.

Die natürlichste Ebene sind die Jahrgänge, die meist ganz von selbst entstehen und sich organisieren.

Dazu kamen Regionalgruppen, damit Alumni, die heute beispielsweise in München, Zürich, Berlin, Frankfurt oder Freiburg leben, auch vor Ort zueinanderfinden.

Der nächste Schritt sind Fachgruppen und Fach-Cluster.

Menschen sollen sich künftig noch stärker über ihre berufliche Expertise und gemeinsame Fragestellungen verbinden.

Marketing trifft Marketing.

Finance trifft Finance.

Unternehmer treffen Unternehmer.

Menschen aus HR, Vertrieb, Digitalisierung, Nachhaltigkeit oder anderen Bereichen finden Gesprächspartner, die ähnliche Herausforderungen beschäftigen.

Denn wenn Menschen mit einer gemeinsamen Zielrichtung zusammenkommen, entstehen fast automatisch neue Erkenntnisse, Ideen und Möglichkeiten.

Vielleicht ist das heute wichtiger denn je

Unsere Arbeitswelt wird digitaler, schneller und asynchroner.

Das schafft enorme Möglichkeiten.

Aber eines sollten wir dabei nicht vergessen:

Am Ende sind es Menschen, die Wissen weitergeben, Vertrauen schaffen, Chancen eröffnen und neue Ideen hervorbringen.

Technologie kann Kommunikation erleichtern.

Sie kann Menschen auffindbar machen.

Aber sie ersetzt nicht den Moment, in dem zwei Menschen feststellen:

„Interessant. Darüber sollten wir einmal sprechen.“

Genau solche Momente möchten wir schaffen.

Das war 2002 die Idee hinter unserer Initiative.

Und genau das ist heute die Mission des IBAA und des HFU Business Network.

Menschen mit gemeinsamen Wurzeln zusammenbringen – und daraus neue Verbindungen, neue Ideen und neue Möglichkeiten entstehen lassen.


Mehr über den IBAA und das HFU Business Network erfahren:
https://kurzma.ch/ibaa

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